
EXTREMITÄTENSCHMERZEN
Schmerzen
in den Gliedmaßen
Teil 1

Zunächst eine
gute Nachricht für alle Schmerzpatienten
Sozialgericht stärkt die Rechte von Schmerzpatienten.
Danach hat ein Schmerzpatient das Recht in einer
schmerztherapeutischen Klinik
behandelt zu werden,
er
muß also nicht
irgendeine der sonst üblicherweise angebotenen
Rehabilitationen akzeptieren sondern kann unter Hinweis auf das Urteil gleich
Widerspruch einlegen.
Hier
gelangen Sie zu dem Urteil (dieses gilt sinngemäß natürlich nicht nur für
die Rentenversicherungen sondern auch für Krankenkassen), das mittlerweile
rechtskräftig ist. Pressemitteilung dazu:
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik
Chronische Extremitätenschmerzen, also
Schmerzen in den
Arme
n und
Beine
n, können als alleiniges bzw.
vorherrschendes Krankheitszeichen nur bei wenigen Erkrankungen vorkommen. Es sind dies
hauptsächlich:
-
Polyneuropathie
(bei der Zuckerkrankheit,
Alkoholmißbrauch und Vergiftungen)
-
Raynaud-Syndrom
(weitere Bezeichnungen:
Morbus Raynaud,
Raynaud Krankheit)
(z.B. bei Kollagenosen (= Bindegewebserkrankungen),
Ergotismus)
- Polyarthritis ((z.B.
Gelenkschmerzen bei primär
chronischer
Polyarthritis (PcP))
Schmerzen in den oberen
Gliedmaßen werden
medizinisch als "Brachialgie", oder auch (oft
fälschlicherweise) als "Armneuralgie"
bezeichnet. Mögliche Ursachen sind:
- Die echte (idiopathische)
Neuralgie
des Pl exus
brach ialis (= schmerzhaftes
Arm
nervengeflecht) mit
attackenförmigem Schmerzcharakter ist ein sehr seltenes Krankheitsbild.
Die
Therapie erfolgt primär medikamentös. Das Mittel der Wahl ist Carbamazepin
(= ein Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei dieser Art
von Ar mschmerzen wirksam). Gabapentin (z.B. Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®) wirken
oft besser, sind aber deutlich teurer. Bei Auftreten unerwünschter
Nebenwirkungen in höherer Dosierung kann Carbamazepin oder auch Gabapentin
bzw. Pregabalin
mit Baclofen (= ein im Gehirn /
Rücken
mark wirkendes Mittel zur Muskel
entspannung) kombiniert werden.
Der Begriff "Armneuralgie" ist eigentlich nur bei dieser
Erkrankung angebracht.
- Bei der sog.
Brachialgia paraesthetica
nocturna
bestehen
schmerzhafte Mißempfindungen, besonders während der Nachtruhe,
wahrscheinlich hervorgerufen durch vegetativ-vasomotorische (=
Gefäße und
Muskeln
betreffende) Dysregulation, meist als Folge
einer Fehllagerung ("Parkbanksyndrom"). Je nach Ausmaß oder
Häufigkeit der Irritation oder Störung können sich durchaus
längerfristige Extremitätenschmerzen einstellen. Therapiemöglichkeiten siehe unten.
- Die
Neuritis des Pl exus
brach ialis (neuralgische
Schulteramyotrophie) (=
En tzündung
des
Armnervengeflechts) soll allergisch entzündlicher Ursache sein (Thoden
1987). Die
Schmerzen setzen plötzlich ein und imponieren als akute
Zervikobrachialgie (=
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom).
Nach mehreren Tagen treten Lähmungen von
Schulter- und
Arm
muskeln auf,
Sensibilitätsstörungen (= Gefühlsstörungen)
kommen höchstens in 20-30 % vor.
Die Prognose (=
Vorhersage, der Verlauf) ist günstig, die motorischen Ausfälle (=
Lähmungen) bilden sich von selbst langsam (über Monate)
zurück. Zur Therapie dieser
Schmerzen in den oberen
Gliedmaßen werden Antiphlogistika (z.B. Phenylbutazon,
Salicylate) (= entzündungshemmende Mittel)
bzw. nichtsteroidale Antirheumatika (z.B. Diclofenac, Indometazin)
eingesetzt.
Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind die sog. COX-2
Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®)
oder Etoricoxib (Arcoxia®),
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib
und
Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere
Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Auch interskalenäre
Plexusblockaden (=
Betäubungen des Armnervengeflechts im seitlichen Halsbereich)
sind hilfreich.
Im akuten Stadium ist das Mittel der Wahl Cortison
(z.B. 60 mg Prednisolon/Tag, dann über 2 Wochen rasch absteigend dosieren).
-
Schulter-Hand-Syndrom. Nicht selten
gehen Schmerzen in den oberen
Gliedmaßen von einzelnen
Gelenk
en in der
Schulter
-
Arm-Region aus und
strahlen
dann in den gesamten Bereich aus, so daß es schwierig werden kann, den
primären Schmerzherd überhaupt zu finden (Debrunner 1988).
Typischerweise besteht ein
Ruheschmerz mit Schmerzverstärkung bei
Belastung. Manchmal treten vegetative Begleitsymptome wie Kälte, Zyanose (=
bläuliche Verfärbung) oder Schwitzen auf, so daß die
Unterscheidung von einer
Sudeckschen
Dystrophie (Morbus
Sudeck bzw.
Komplexes
regionales Schmerzsyndrom Typ I) (= eine
spezielle schmerzhafte Organstörung) schwerfällt, besonders
wenn Gewebsatrophien (= Gewebeschwund)
vorhanden sind.
Therapeutisch ist in der akuten Phase die Gabe von
nichtsteroidalen Antirheumatika (z.B. Naproxen) hilfreich. Vor allem beim
Vorliegen von
raynaud
-artigen (Morbus
Raynaud !),
vegetativen Begleiterscheinungen (z.B. Kälte, bläuliche
Verfärbung, Schweißbildung) hat sich die wiederholte
Plexusblockade (=
Betäubungen des Armnervengeflechts) sehr bewährt, optimal
kontinuierlich
mit Katheter. Zur
Förderung der Durchblutung ist auch eine oberflächliche Kältebehandlung
mittels Kaltluftgenerator empfehlenswert.
Physiotherapeutische Methoden (=
Krankengymnastik und Anwendungen) runden das Behandlungskonzept
ab.
-
Engpaßsyndrome können ebenfalls
Schmerzen in den oberen
Gliedmaßen verursachen. Das
Skalenussyndrom
entsteht durch Kompression der Nervenstränge aus den Wurzeln C8-Th1 im
Bereich der S kalenuslücke (= Lücke zwischen zwei
Muskeln
im seitlichen Halsbereich) , hauptsächlich durch
eine Halsrippe, aber auch durch Bindegewebsstränge oder höhergradige
Muskel
verspannungen. Die Beschwerden treten deutlich belastungsabhängig
auf, insbesondere bei Zugbelastung (Tragen von Koffern, Taschen usw.). Die
dominierenden Schmerzlokalisationen sind ellenseitiger
Unterarm und
Hand. Im
fortgeschrittenen Stadium mit
Nervenläsionen (=
Nervenstörungen,
Nervenschädigungen) treten Lähmungen der kleinen
Hand
muskeln auf. Durch zusätzliche Verengung der A. subclavia (=
Schlagader unter dem Schlüsselbein) in der Skalenuslücke
können Mikroembolien (= kleinste Blutgerinnsel)
entstehen, die feine
Finger
gefäße verschließen und eine vaskuläre
Symptomatik (= Krankheitszeichen bei
Blutgefäßschädigung) hervorrufen (Ostheim 1976).
Zur Therapie
dieser Extremitätenschmerzen empfiehlt sich bei stark verspannter Skalenus
muskulatur die wiederholte
Infiltration mit einem lang wirkenden örtlichen Betäubungsmittel, die
Vermeidung von schmerzauslösenden oder verstärkenden Belastungen, in
hartnäckigen Fällen, insbesondere bei Auftreten eines neurologischen
Defizits (= gestörte Nervenfunktion), eine
Operation. Der Pl exus
brach ialis (= das Armnervengeflecht)
kann auch zwischen Schlüsselbein und 1. Rippe komprimiert (=
eingedrückt) werden. Besonders bei Rückführung der
Schulter
unter Zug, wie beim Tragen eines Rucksackes, treten ausstrahlende Schmerzen
auf.
Die Therapie besteht in der Vermeidung von typischen
Belastungen. Nur in seltenen Fällen wird man sich zur operativen Entfernung
der 1. Rippe entschließen.
Der Vollständigkeit halber sei noch das sog.
Hyperabduktionssyndrom
erwähnt. Die Schmerzen treten bei Tätigkeiten auf, die über Scheitelhöhe
ausgeübt werden (z.B. Arbeiten an der Zimmerdecke). Die Ursache ist eine
Nervenkompression
des Armpl exus zwischen Korakoid (=
"Rabenschnabelfortsatz" am oberen Schulterblattrand)
und M. pectoralis minor (= kleiner Brustmuskel),
nahe dem Ansatz.
Therapeutisch können Infiltrationen mit einem örtlichen
Betäubungsmittel unternommen werden.
- Vertebrageninduzierte (= von
der
Wirbelsäule ausgehende) Extremitätenschmerzen kommen
im
Armbereich am häufigsten vor. Sie treten im Rahmen eines unteren
Zervikalsyndrom
s auf (auch als
Zervikobrachialgie,
Schulter-Arm-Syndrom
oder
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom bezeichnet). Da die Wurzeln C6-8 und
Th1 betroffen sind, können Beschwerden bis in den Kleinfinger ausstrahlen.
Richtungsweisende Schmerzen im
Nackencken - oder
Schulterbereich müssen nicht
zwingend vorhanden sein. Streng genommen geht die
Zervikobrachialgie
(Schulter-Arm-Syndrom
oder oder
Nac ken-Schul ter-Ar m-Syndrom) mit einer
radikulären Symptomatik (= Krankheitszeichen infolge
eines geschädigten Nervs) einher (Debrunner 1988). Die
pseudoradikuläre Ausstrahlung (= Schmerzausstrahlung
infolge eines scheinbar geschädigten Nervs) in die Ar me fällt
noch unter den Begriff "Zervikal-Syndrom"
(Cervicalsyndrom).
Vertebragen (= von
der Wir belsäule ausgehende) induzierte A r mschmerzen
sprechen am besten auf die kontinuierliche, retrograd hohe
Blockade des Pl exus
brach ialis mit Katheter an (siehe unten).
- Relativ häufig treten starke
Ar m- bzw. Extremitätenschmerzen
nach
radikaler Mastektomie (= operative Entfernung der
weiblichen
Brust mit Ausräumung der Achselhöhle) auf, bedingt
durch Plexuskom pression infolge einer
Lym phabflußstörung.
Der Ar m ist
dabei unübersehbar stark ödematös (= wie bei einer
krankhaften Flüssigkeitsansammlung) aufgequollen. Zur Förderung des
Lymphabflusses wird der Ar m mittels einer
Hand
schlinge an einem Gestell
(Bettgalgen, Infusionsständer) mehrere Tage permanent über die Horizontale
angehoben. Zur Unterstützung der abschwellenden Maßnahmen dient die Gabe
eines milden Diuretikums (= harntreibendes Mittel)
sowie regelmäßige manuelle Lymphdrainage. Zusätzlich können
interskalenäre (= zwischen zwei Muskelansätzen im
seitlichen, unteren Halsbereich) Blockaden des Pl exus
brach ialis durchgeführt werden.
Nach
Teilabschwellung gelingt dann häufig auch die Implantation eines
axillären
Plexuskatheters, der für weitere 10-14 Tage regelmäßig mehrmals täglich
mit 10-15 ml Bupivacain bedient wird (siehe unten). Mit den genannten
Therapiemaßnahmen kann in fast allen Fällen eine zufriedenstellende
Schmerzsituation herbeigeführt werden.
- Ar mschmerzen nach Bestrahlung (Plexusneuritis).
Heftige
Plexusschmerzen (= Schmerzen ausgehend vom
Armnervengeflecht) mit neurologischen Defiziten (=
Zeichen einer
Nervenstörung,
Nervenschädigung) können auch Folge
einer Röntgenbestrahlung der supraklavikulären (=
oberhalb des Schlüsselbeins) oder Achselhöhlenregion bei
Brustkrebs sein. In der Regel ist das subkutane Gewebe derb fibrosiert (Strahlenfibrose)
(= Verhärtung des Hautuntergewebes). Hinzu kann eine
Lymphschwellung des Armes treten. Bei fehlender oder gering ausgeprägter
Fibrosierung muß eine Plexuskarzinoma tose (= Durchsetzung
des Armnervengeflechts mit Tochtergeschwülsten) in Betracht
gezogen werden.
Die Behandlung dieser Extremitätenschmerzen ist sehr schwierig. Bei strahlenbedingten
krankhaften Hautveränderungen ist das Entzündungsrisiko bei Durchführung
einer
Nervenblockade stark erhöht.
Peripher wirkende Analgetika
(=
Schmerzmittel die überwiegend nur im Schmerzbereich wirken)
sind meist ungenügend wirksam.
Nach Thoden (1987) bleiben nur die
epidurale (= rückenmarknahe) elektrische
Rückenmarksreizung oder die hochzervikale Chordotomie (=
operative Durchtrennung der Schmerzbahn im oberen Rückenmark).
-
Epicondylitis
radia lis humeri. Bei dieser
relativ häufigen Erkrankung klagen die Patienten über Schmerzen im Bereich
des Epicond ylus
radia lis humeri (= über dem
Ellenbogen
außen), die sich bei Faustschluß und kräftiger Dorsalextension
(= Beugung in Richtung Han drücken) im
Handgelenk
verstärken. Nicht selten strahlen die Schmerzen in
Unterarm
und/oder
Oberarm aus, so daß dann der ganze
Ar m schmerzt. Regelmäßig
besteht ein deutlicher Druckschmerz im Bereich des
ellbogen
nahen äußeren
Unterarmes. Die Ursache des chronischen Entzündungszustandes im Bereich der
Sehnen
ansätze am Epicond ylus
radia lis humeri ist nicht geklärt; vieles
spricht für eine mechanische Auslösung (Tennisarm,
Tennisellenbogen).
Therapeutisch kann bei diesen Extremitätenschmerzen ein Versuch mit
Infiltrationen mit einem örtlichen
Betäubungsmittel, auch mit Kortikoidzusatz, unternommen werden. Dabei muß allerdings ein Kontakt der
Kanülenspitze mit der
Knochenhaut unbedingt vermieden werden, da damit
häufig heftigste, anhaltende Schmerzreaktionen ausgelöst werden können.
Nicht selten hilft nur eine längerfristige kontinuierliche
Plexus brach
ialis-Blockade
mit Katheter (siehe unten).
Auch eine Behandlung mit
Röntgenstrahlen kann bei Extremitätenschmerzen hilfreich sein (Thomalske 1991). Manchmal
ist auch eine deutliche Besserung durch die Iontophorese (=
Einbringung eines Arzneimittels durch die Haut mit Hilfe von Gleichstrom)
(z.B. mit Diclofenac) zu erzielen. Die Behandlungsmaßnahmen eignen sich in
gleicher Weise für die seltenere
Epicondylitis ulnaris humeri (Golferellbogen)
(=
Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens).
- Zu erwähnen wäre noch das
Karpaltunnel-Syndrom,
das manchmal auch in den ganzen Ar m einstrahlen kann.
Chronische Schmerzen in den unteren
Gliedmaßen können durch unterschiedlichste Erkrankungen hervorgerufen werden. Der besseren
Übersicht wegen werden diese
Beinschmerzen in vier Hauptgruppen unterteilt:
-
Bein - bzw.
Extremitäten
sch merzen, bei denen der
Ischias
nerv (N. ischiadicus)
einschließlich seiner Endäste beteiligt ist, bzw. die Schmerzreizleitung
ausschließlich oder überwiegend über diesen Nerv erfolgt.
- Be i n- bzw.
Extremität
enschmerzen, bei denen der vordere
Oberschenkel
nerv
(N. femoralis) einschließlich seiner Endäste beteiligt ist, bzw. die
Schmerzreizleitung ausschließlich oder überwiegend über diesen Nerv
erfolgt.
- Be i n- bzw. Extremitätenschmerzen, bei denen (andere)
Ner ven
des Pl exus
lumbalis (= Nervengeflecht dessen Wurzeln dem
Rücken
mark
der mehr oberen
Lendenwirbelsäule entstammen) beteiligt sind,
bzw. die Schmerzreizleitung über diese Ner ven
erfolgt.
- Be i n- bzw. Extremitätenschmerzen die von den Blutgefäßen (Adern,
Schlagadern) ausgehen.
ad1: Der Begriff "Ischialgie"
beschreibt
Beinschmerzen, die im Verlauf des Isch
ias-Nervs
(Gesäß, rückwärtiger
Ober-, äußerer und hinterer
Unterschenkel sowie
Fuß bis zur
Groß
zehe vor) auftreten, wobei die Schmerzen aber nicht den kompletten
Nervenverlauf umfassen müssen, sondern es können je nach Ursache auch einzelne
Abschnitte betroffen sein.
Eine der häufigsten Schmerzursachen für einen
Beinschmerz im
Ausbreitungsgebiet des
Ischias ist der periphere
Projektionsschmerz (= mehr oberflächliche
Schmerzausstrahlung bzw. Schmerzverlagerung) bei Affektionen (=
Störungen, Erkrankungen) der spinalen (= das
Rückenmark betreffenden) Ner venwurzeln L4-S3. Eine
Ischialgie
geht häufiger mit Schmerzen
Lumbalbereich (Lumbalgie
oder
Lumbago) einher, in diesem Falle lautet die Diagnose
dann
Lumboischialgie (auch als
Ischiolumbalgie bezeichnet).
Die echte Isch ias-
Neuralgie
(Ischiadikus-Neuralgie),
als eigenständiges Krankheitsbild, gekennzeichnet durch einen häufig
auftretenden,
attackenförmigen
Beinschmerz von wenigen Sekunden Dauer entlang des
Nervenverlaufs, ist selten.
Nicht selten entstehen
Ischiasschmerzen infolge von Verletzungen
oder iatrogen (= durch ärztliche Einwirkung verursacht)
durch Operationen im Bereich der
Hüfte und des
Oberschenkels. Meist bestehen dann Dauerschmerz
en bzw. länger anhaltende Schmerzepisoden.
Beinschmerzen können auch durch falsch gesetzte Spritzen ins
Gesäß entstehen. Gefürchtet sind dabei besonders
Rheumamittel. Das Schmerzbild ist
dem einer
Kausalgie (komplexes
regionales Schmerzsyndrom Typ II,
CRPS Typ II) (= typische Schmerzen bei einer
Nervenverletzung) ähnlich
(brennender Sch
merzcharakter mit
schmerzhaften Empfindungsstörungen).
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